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PPC Lesezeit 10 Minuten 14 March 2019

Facebook-Werbeanzeigen erstellen: So geht's!

Facebook-Werbeanzeigen erstellen: So geht’s!

Ramona Oxenbauer
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass inzwischen jeder 5. Post, den du bei Facebook siehst gesponsert, also eine Werbeanzeige, ist?
Früher wurde massig Budget in Printanzeigen oder Plakatwerbung gesteckt. Dabei hat man ein festes Budget aber keinerlei Möglichkeit nachzuvollziehen, wie viele Menschen die Werbung tatsächlich gesehen haben. Bei Facebook Werbeanzeigen sieht das ganz anders aus: Du kannst dein Budget frei wählen, ausschließlich die Personen ansprechen, die in deiner Zielgruppe sind und sogar den Erfolg deiner Anzeigen messen.

Um dir die Erstellung deiner ersten Facebook Werbeanzeige zu erleichtern, habe ich dir hier die wichtigsten Schritte zusammengefasst.
Schritt #1

Marketingziel deiner Kampagne

Um im Werbeanzeigenmanager eine Kampagne erstellen zu können, musst du zunächst das Ziel deiner Kampagne auswählen. Hierbei hast du folgende Möglichkeiten:
Je nachdem, was du mit deiner Anzeige erreichen möchtest, solltest du hier eine Taktik aus den Bereichen Bekanntheit, Erwägung und Conversion wählen. Für Markenbekanntheit oder Reichweite solltest du dich entscheiden, wenn du grundsätzlich die Bekanntheit deiner Marke steigern und das Interesse deiner Zielgruppe wecken möchtest.

In der zweiten Kategorie geht es darum, dass sich die für dich relevanten Facebook-Nutzer mit deiner Marke und/oder deinem Produkt beschäftigen. Bei Anzeigen mit Conversion-Zielen werden die potenziellen Kunden direkt zu einer Handlung, wie beispielsweise zu einem Kauf aufgefordert.

Je nachdem, für welches Ziel du dich entscheidest, hast du bspw. bei der Platzierung deiner Ads, bei der Gebotsstrategie und bei den Zahlungsoptionen unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten.
Schritt #2

Definition deiner Zielgruppe

Im nächsten Schritt kannst du nun deine Zielgruppe festlegen. Eine Möglichkeit hierfür bieten dir die sogenannten Custom Audiences. Durch diese kannst du mit deiner Anzeige einer bestimmten Zielgruppe deines Unternehmens, wie beispielsweise deinen Webseitenbesuchern anzeigen lassen.

Dies ist eine Möglichkeit, die du heranziehen kannst, wenn du bei der Schaltung von Werbeanzeigen auf Facebook bereits ein wenig Erfahrung gesammelt hast. Denn hier gibt es einige Stolpersteine – allein schon was den Datenschutz betrifft.

Zu Beginn solltest du hier eher auf die „klassische" Variante zurückgreifen:
 
Lege hierfür zunächst den Standort fest. Du kannst bestimmte Orte sowohl einschließen, als auch ausschließen. Außerdem hast du die Möglichkeit zu bestimmen ob „Jeder an diesem Ort", „Personen, die an diesem Ort leben", „Personen, die kürzlich an diesem Ort waren", „Personen, die diesen Ort besuchen" zu deiner Zielgruppe gehören sollen.

Je nachdem, was du mit deiner Anzeige bezwecken möchtest, was für ein Unternehmen du hast und welche Produkte oder Dienstleistungen du anbietest, macht das ein oder andere mehr oder weniger Sinn.
Im nächsten Schritt kannst du das Alter und das Geschlecht deiner Zielgruppe bestimmen. Bei Sprachen solltest du unbedingt „Deutsch" eintragen. Vorausgesetzt natürlich deine Zielgruppe befindet sich im deutschen Raum.

Nun geht es auch schon an das detaillierte Targeting. Hier kannst du deine Zielgruppe noch genau definieren, und zwar indem du demografische Angaben, Interessen und Verhalten von Personen ein- oder ausschließt.
Beispiele für demografische Angaben:

  • Personen mit Hochschulabschluss
  • ltern mit Kleinkindern
  • Personen, die in einer Beziehung leben

Beispiele für Interessen:

  • Veganismus
  • Krafttraining
  • Actionfilme

Beispiele für Verhalten:

  • Inhaber von Kleinunternehmen
  • Vielreisende
  • Fußball-Fans

Versuche deine Zielgruppe so genau wie möglich einzugrenzen. Denn so stellst du sicher, dass nur diejenigen Facebook-Nutzer deine Anzeige sehen, die du auch wirklich ansprechen willst. Und das spart dir eine Menge Budget.

Hier siehst du ein Beispiel für eine vollständig definierte Zielgruppe:
Wenn du deine Zielgruppe erstellst, solltest du auch immer den rechten Bereich deines Bildschirms im Blick haben. Hier siehst du ein sehr gutes Tool, dass dir genau zeigt, wie groß deine Zielgruppe ist und wie viele Personen du somit potenziell erreichen kannst.

TIPP: Speichere dir deine Zielgruppe unbedingt ab. So kannst du sie bei der Erstellung der nächsten Werbeanzeige wieder abrufen und bei Bedarf sogar bearbeiten.
Schritt #3

Die Platzierung deiner Anzeige

Facebook empfiehlt dir, die automatische Platzierung deiner Werbeanzeige zu wählen. Ich rate dir, genau das nicht zu tun. Denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wo deine Anzeige platziert werden kann, z. B.:

  • Im Facebook Feed
  • In Instant-Articles
  • In In-Stream-Videos
  • In der rechten Spalte
  • In den Facebook Stories
  • Im Messenger
  • Auf Instagram

Doch nicht jede Platzierung ist für jedes Ziel sinnvoll. Je nachdem aus welchem Grund du deine Anzeige schaltest, welche Zielgruppe du erreichen möchtest und wie deine Werbeanzeige gestaltet sein soll, machen unterschiedliche Platzierungen Sinn.

Und es ist auch gar nicht so kompliziert die richtigen Platzierungen auszuwählen, denn Facebook zeigt dir zu jeder Möglichkeit eine Beispielanzeige, wenn du mit der Maus darüberfährst. Außerdem ist auch nicht jede Platzierung mit jedem Kampagnenziel, das man im ersten Schritt auswählen muss, möglich.
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Schritt #4

Budget und Zeitplan

Im nächsten Schritt hast du die Möglichkeit dein Budget, deinen Zeitplan und deine Gebotsstrategie festzulegen. Beim Budget hast du folgende zwei Wahlmöglichkeiten:

⦁ Tagesbudget
⦁ Laufzeitbudget

Die Namen sagen es eigentlich schon: Beim Tagesbudget legst du das Budget fest, dass maximal pro Tag ausgegeben werden darf. Beim Laufzeitbudget legst du fest, wie viel während der gesamten Laufzeit der Kampagne maximal ausgegeben wird.

Für welche der beiden Varianten du dich entscheidest, ist Geschmackssache. Denn im nächsten Schritt hast du die Möglichkeit, ein Start- und ein Enddatum einzugeben. So hast du auch bei Wahl des Tagesbudgets die volle Kostenkontrolle:
        Daraufhin kannst du festlegen, wofür deine Anzeigenschaltung optimiert werden soll. Je nach im ersten Schritt gewähltem Kampagnenziel hast du hier verschiedene Möglichkeiten. In meinem Beispiel habe ich „Traffic" als Kampagnenziel gewählt. Aus diesem Grund sieht man hier nun die Wahlmöglichkeiten „Landing Page – Aufrufe", „Link-Klicks", „Impressionen" und „Täglich erreichte Einzelpersonen".

        Auch hier solltest du dich auf Basis dessen entscheiden, was du mit deiner Anzeige erreichen möchtest. Doch wenn man weiß, wofür diese Einstellung verwendet wird, erkennt man, dass man hier nicht wirklich eine „falsche" Entscheidung treffen kann. Denn Facebook nutzt deine Angabe an dieser Stelle dafür, um zu entscheiden, welche Facebook-Nutzer vorrangig angesprochen werden sollen.

        Ein kleines Beispiel:

        Wenn du dich für die Optimierung auf Landing Page – Aufrufe entscheidest, werden vorrangig die Nutzer deine Anzeige sehen, bei denen Facebook aus dem Nutzungsverhalten ablesen kann, dass sie eher bereit sind die Ladezeit von Landing Pages abzuwarten und nicht sofort nach dem Link-Klick wieder abspringen.

        Wenn du die Optimierung auf Link-Klicks wählst, werden eher die Nutzer angesprochen die, basierend auf ihrem bisherigen Verhalten, tendenziell vermehrt auf Anzeigen klicken.
        Schritt #5

        Deine Werbeanzeige

        Du kannst nur Werbeanzeigen schalten, wenn du eine Facebook Seite hast und diese mit deinem Werbeanzeigenkonto verknüpft ist. Denn der Name dieser Webseite wird ganz oben in deiner Werbeanzeige stehen und somit die Facebook-Nutzer auf den ersten Blick erkennen lassen, von wem der Post ist. Falls du mehrere Facebookseiten hast, kannst unter „Identität" auswählen, welche Seite hinter deiner Werbeanzeige stehen soll.

        Im nächsten Schritt wählst du das Format deiner Werbeanzeige. Hierfür hast du beispielsweise folgende Möglichkeiten:

        ⦁ Bild
        ⦁ Video
        ⦁ Karussell
        ⦁ Sammlung
        ⦁ Slideshow

        Zu Beginn solltest du erst einmal mit einem einzelnen Bild starten, weshalb diese Art der Anzeige hier auch exemplarisch herangezogen wird.

        Wähle zunächst das Bild aus, dass in deiner Werbeanzeige erscheinen soll. Das Bild sollte idealerweise 1080 x 1080 px groß und als .jpg oder .png abgespeichert sein.
        Nun geht es die Textbausteine deiner Anzeige. Folgende Felder stehen die hier zur Verfügung und sollten auch auf jeden Fall genutzt werden:

        Text: Das ist der Text, der unter dem Namen deiner Facebook-Seite und über dem Bild deiner Anzeige steht

        Titel: Das ist der Text, der unter deinem Bild steht und durch seine Formatierung hervorsticht

        Link anzeigen: Wenn der Link zu deiner Landing Page nicht sehr ansprechend ist, kannst du hier optional einen Link eingeben, der den Facebooknutzern angezeigt wird. Die Anzeige leitet trotzdem auf deine Landing Page.
        Wichtig: eine optimale Werbeanzeige enthält immer einen Call to Action, also eine Handlungsaufforderung. Facebook macht es uns hier sehr einfach, da in der Anzeige automatisch ein Button erscheint, der zum Handeln auffordert. Passe auch diesen entsprechend deines Kampagnenziels an.
        Du siehst, das Schalten von Facebook Werbeanzeigen ist gar nicht so schwer. Außerdem bieten dir Facebook Werbeanzeigen viele Vorteile. Unter anderem:

        ⦁ Genaue Zielgruppenansprache
        ⦁ Volle Kostenkontrolle
        ⦁ Möglichkeiten der Erfolgsmessung
        ⦁ Möglichkeit für A/B Tests

        Also, worauf wartest du noch? Probiere es am besten gleich aus! Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei!

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