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Content Marketing Lesezeit 38 Minuten 21 September 2018

Hinter den Kulissen der besten Online-Marketing- und SEO-Blogs: Interview mit Redakteuren

Hinter den Kulissen der besten Online-Marketing- und SEO-Blogs: Interview mit Redakteuren

Olena Khodos
Redakteurin bei Serpstat
Immer auf dem Laufendem zu bleiben ist in so einem dynamisch entwickelten Bereich wie dem Online-Marketing eine wichtige Aufgabe. Blogs sind hierbei eine hilfreiche Quelle für Neuigkeiten und Trends.

Willst du erfahren, wie erfolgreiche SEO- und Online-Marketing-Blogs ausgebaut werden?
Wer kann mehr davon erzählen, als Redakteure, die sich Tag für Tag damit beschäftigen? Wir haben ein Interview mit Redakteuren und Content-Marketing-Teamleitern der besten deutschsprachigen Blogs und Portale in der Online-Marketing-Branche durchgeführt.

Frank Bruder (seo-nerd.com), Markus Hövener (bloofusion.de), Christoph Pawletko (seo-kueche.de), Sebastian Prohaska (ithelps.at), Laura Rademacher (reachgroup.com) und Vladislav Melnik (chimpify.de) erzählen von ihren Erfolgsgeschichten und geben Einsteigern nützliche Empfehlungen zum Bloggen.
Unsere Experten:
Frank Bruder
Head of Content
seo-nerd.com
Christoph Pawletko
Teamleiter der Redaktion
seo-kueche.de
Markus Hövener
Geschäftsführender Gesellschafter, Head of SEO
bloofusion.de
Sebastian Prohaska
Inhaber der SEO & Web Agentur ithelps.at
Laura Rademacher
Marketing & PR reachgroup.com
Vladislav Melnik
Co-Founder & CEO von Chimpify

Frank Bruder
Head of Content seo-nerd.com
Würden Sie sich bitte einmal kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben bei dem Blog als Redakteur?

Mein Weg zur Suchmaschinenoptimierung führte über den Journalismus. Vor ungefähr 5 Jahren wechselte ich ins SEO-Fach. Eine Entscheidung, die ich bislang nicht bereut habe, da sie abwechslungsreich und jeden Tag auf angenehme Art herausfordernd ist.

Als Redakteur verantworte ich die inhaltliche Gestaltung der Seite. Ich recherchiere die Themen, suche nach Keywords und schreibe selbst die Texte bzw. gebe diese in Auftrag.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?

Das Wort "Blog" würde ich bei uns gerne in Anführungsstriche setzen. Denn eigentlich betreiben wir keinen externen Blog für unsere Homepage. Zwar gehen wir die Kategorien "SEO-Tipps" und "SEO-News" wie einen klassischen Blog an, betrachten sie jedoch zugleich als Teil der gesamten Homepage des seo-nerd.

Der Grund dafür ist, dass wir als SEO-Agentur nicht nur über unsere Leistungen sprechen wollen. Unsere Homepage war daher von Anfang mehr als eine reine Visitenkarte des Unternehmens.

Die Seite will vielmehr auch Anlaufstelle für alle sein, die sich für das Thema Suchmaschinenoptimierung und allgemein Onlinemarketing interessieren. Von Anfang an war der seo-nerd daher freigiebig, was Wissen und Tipps und Tricks anging.

Die Idee unseres "Blogs" ist daher letztlich die Idee des Unternehmens: Wir wollen anderen Webseiten zu besserer Sichtbarkeit bei Suchmaschinen (vor allem natürlich bei Google) verhelfen. Am liebsten ist es uns natürlich, wenn man dafür entsprechende Agenturleistungen bei uns bucht. Mit den "Blog"-Teilen unserer Webpräsenz geben wir aber auch all denen die Möglichkeit, etwas für Ihre Seite zu tun, die gerne auch selbst optimieren.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Seit der Gründung des seo-nerd im Jahr 2013. Die Bloganteile waren von Anfang an Teil des Konzepts der Seite.

Nicht zuletzt die Blogteile der Seite haben dazu geführt, dass wir als SEO-Agentur in Berlin zum einen wahrgenommen, vor allem aber auch häufig gebucht werden. Stolz sind wir z.B. auf unsere Zusammenstellung von SEO Tools (seo-nerd.com/de/seo-tools), die täglich viele Besucher über Google auf unsere Seite zieht. Zudem gibt es immer wieder auch ganz konkrete Anfrage zu den Themen, über die wir berichten. Das Ziel, mit dem "Blog" Reputation und Anfragen zu erreichen, wird gut erfüllt.

Wir erfüllen mit unserer Seite letztlich das Versprechen, das wir unseren Kunden geben: Wir automatisieren mit unserer Seite unsere Kundenakquise.

Wie ist Ihr Blogteam strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Über die Jahre hinweg umfasste das Blogteam bislang etwa 10 Personen. Derzeit arbeiten derzeit fünf Personen an den Seiten, wobei eine Person allein für die Übersetzung der Seiten ins Englische verantwortlich ist. Eine weitere kümmert sich um die Technik und deren permanente Optimierung. Unsere Grafikerin liefert in aller Regel das Bildmaterial. Ein SEO-Manager berät hinsichtlich möglicher Optimierungsmaßnahmen und gibt immer auch wichtige Hinweise zu den relevanten Themen. Die Texte schreibe derzeit vor allem ich, das werden wir auf Dauer aber ändern und auch andere Texter beschäftigen.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Uns kommt es in erster Linie auf gute Rankings zu für uns relevante Keywords an. Solange diese gegeben sind, ist für uns alles im "grünen Bereich". Dabei werden wir übrigens nicht gleich nervös, wenn diese Rankings schwanken. Letztlich entscheidend sind für uns die Conversions in Form von konkreten Anfragen.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Alle Artikel versenden wir per Newsletter an unsere Kunden sowie an alle, die sich für den Newsletter eingetragen haben. Hier könnten und würden gerne noch mehr machen, derzeit fehlen uns dafür jedoch die personellen Kapazitäten.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Das Hauptstichwort ist hier: Relevanz. Wir fragen uns also immer zuerst: Welche Themen sind für unsere Leser/Kunden wichtig? Daher jagen wir auch nicht jedem kleinen SEO-Gerücht nach. Eher nehmen wir uns die Zeit, etwas nachzudenken und schreiben dann einen Artikel, der ein Thema etwas vertiefter beleuchtet. Damit sagen wir nichts gegen all die verdienstvollen Seiten, die sich um aktuelle SEO-News kümmern und jeden Hangout mit Googles John Müller genau durchforsten. Unser "Ding" sind jedoch Übersichtsartikel, die ein Thema zusammenfassen und es möglichst immer auch Leute nahebringen, die erst anfangen, sich für Suchmaschinenoptimierung zu interessieren.

Hilfreich ist dabei vor allem (und nach wie vor) die klassische Keywordrecherche, wie wir sie unter seo-nerd.com/de/seo-tipps aufgezeichnet haben. Mit etwas Übung lernt man dabei recht schnell, welche Subthemen ein Thema erfassen sollte, um vollständig zu sein. Der Google-Planer ist ziemlich gut darin geworden, das semantische Feld eines Themas abzustecken. In unserem Blog-Ansatz hilft es, ein Thema möglichst vollständig auszuarbeiten. Daher gilt für uns: wir planen eher etwas langfristiger. Reine News-Blogs haben diese Möglichkeit in der Regel nicht, sie müssen auch mal "quick and dirty" etwas abliefern. Eine generelle Empfehlung zur Vorgehensweise gibt es daher sicher nicht. Das hängt immer davon ab, was man mit dem Blog erreichen möchten.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Derzeit arbeiten wir nur noch mit Stammautoren. Unsere Erfahrungen mit Freelancern waren immer durchwachsen bis bescheiden. Für Gastautoren fehlt uns derzeit vermutlich das richtige das Forum, da wir die Autorennamen unter den Beiträgen nicht nennen. Im Grunde spricht aber nichts dagegen. Wer hier etwas für uns hat: Sprecht uns gerne darauf an!

Welche Marketingstrategien waren bei Ihrem Blog besonders erfolgreich? Welche Themen oder Artikel laufen besonders gut, sowohl vom Zugriff als auch von den Kommentaren her? Erzählen Sie bitte von Ihren Erfolgsgeschichten.

Die erfolgreichsten Artikel auf unserer Seite sind seit langem die beiden über SEO-Tools (einmal über kostenlose sowie über kostenpflichtige). Das ist ein Service-Thema mit einer langen Lebensdauer. Die Artikel werden daher auch permanent von uns weitergepflegt, weiterentwickelt und aufgefrischt. Das ist sicherlich auch für andere Blogs empfehlenswert: Bei den "Dauerbrennern" auf der Seite sollte man immer neues "Holz" nachlegen. Das lohnt sich meist mehr als das neueste Gerücht zu widerlegen.

Auf welche Herausforderungen stoßen Sie beim Bloggen?

Die größte Herausforderung ist sicherlich das personelle und zeitliche Problem. Wann kann wer etwas dazu beitragen. Aus meiner Erfahrung als Journalist weiß ich allerdings auch: Die Ressourcen sind eigentlich immer zu knapp. Es bleibt immer ein Kampf, um dranzubleiben und den Blog weiterzuentwickeln. Man muss sich die Zeit eben nehmen.

Haben Sie Tipps oder Hinweise für angehende Blogger im Online-Marketing-Bereich?

Anfangen, machen und dranbleiben. Bloggen braucht Zeit. Wer seine Nische noch nicht gefunden hat, findet sie meist auch nur, wenn er etwas ausprobiert. Und wenn es mit den Rankings nicht so klappt, wie erhofft, hilft der seo-nerd gerne weiter...

Christoph Pawletko
Teamleiter der Redaktion seo-kueche.de
Würden Sie sich bitte einmal kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben beim Blog?

Guten Tag, mein Name ist Christoph Pawletko und ich bin Teamleiter im Bereich Content Marketing der SEO-Küche. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Pflege unseres eigenen Online-Marketing-Blogs. Ich plane die Beiträge, pflege diese ein und schreibe ab und zu auch selbst welche.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?

In unserem Blog wollen wir Lesern News aus den verschiedenen Bereichen des Online-Marketings geben: Adwords, Onpage-Optimierung, Affiliate, Social Media, Offpage-Optimierung, CRO, Content Marketing und natürlich auch einen Einblick in unser Agenturleben. Dafür schreibt bei uns jeder selbst Beiträge, die oft auch Anleitungen für spezielle Bereiche geben.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Mit dem Blog beschäftige ich mich, seit ich vor etwa vier Jahren in der SEO-Küche angefangen habe. Seitdem konnten wir die Zahl der Leser beständig steigern, besonders seit auch Kollegen aus anderen Abteilungen noch mehr Beiträge beitragen. Nur so können wir direkt aus der Praxis Beispiele zeigen und den Lesern alle Facetten des Online-Marketings bieten.

Wie ist Ihr Blogteam strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Unser Ziel ist es, dass jeder im Unternehmen Beiträge für den Blog liefert. So können wir viel mehr Themen aufgreifen. Durch den Redaktionsplan behalten wir dabei die Übersicht und können Themen auf besser langfristig planen.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Wir orientieren uns vor allem an den Besucherzahlen und der Verweildauer. Viele Klicks bringen wenig, wenn die Beiträge nicht gelesen werden. Lieber veröffentliche ich einen speziellen, umfangreichen Beitrag, der für den Leser ein Problem löst oder anderweitig Mehrwert bietet, als nur auf möglichst viele Aufrufe zu zielen. Solche Beiträge sind meist auch langfristig erfolgreich und bringen auch nach Jahren noch Besucher.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Wir teilen unsere Beiträge natürlich in den sozialen Medien über unsere eigenen Accounts. Außerdem ist das Ziel, den SEO-Küche Blog in der Branche bekannt zu machen, damit unsere Besucher von alleine immer mal wieder vorbei gucken. Gleichzeitig denken wir natürlich auch an den Suchmaschinen-Aspekt, damit neue Beiträge auch zu den richtigen Begriffen ranken.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Der Redaktionsplan muss vor allem flexibel sein. Enge Fristen funktionieren in der Praxis oft nicht und oft muss man auch aktuelle Themen berücksichtigen. Ich plane Beiträge zwar ein, jedoch hat natürlich die Arbeit für unsere Kunden Priorität, so dass sich hier auch mal Verspätungen für Blogbeiträge ergeben können. Dafür sollte man also immer mehrere Beiträge in der Hinterhand haben, damit konstant neuer Content erscheint.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Wir kooperieren immer mal wieder mit Gastautoren, weil das oft interessante Einblicke liefert. Dadurch können wir auch andere Fachgebiete bedienen, wie zum Beispiel juristische Probleme.

Welche Marketingstrategien waren bei Ihrem Blog besonders erfolgreich? Welche Themen oder Artikel laufen besonders gut, sowohl vom Zugriff als auch von den Kommentaren her? Erzählen Sie bitte von Ihren Erfolgsgeschichten.

Besonders gut laufen spezielle Problemlösungen, die für die Leser eine Anleitung darstellen. Ein gutes Beispiel sind einzelne Aspekte bei Google Analytics, die Beiträge hierzu werden über Jahre immer wieder sehr häufig besucht. Auch aktuelle Themen funktionieren überdurchschnittlich gut, zum Beispiel, wenn ein Facebook-Virus umgeht und wir unsere Leser davor waren und zeigen, wie sie sich davor schützen können. Mehrwert für den Leser ist der Schlüssel zum Erfolg.

Auf welche Herausforderungen stoßen Sie beim Bloggen?

Eine große Herausforderung ist es, regelmäßig hochwertige Inhalte zu liefern. Dafür muss man auch herausfinden, was genau die Leserschaft interessiert. Nur wenn man über einen langen Zeitraum wirklich coole Blogbeiträge bietet, kann man auch wiederkehrende Leser aufbauen.

Haben Sie Tipps oder Hinweise für angehende Blogger im Online-Marketing-Bereich?

Wenn die Zielgruppe klar ist, sollte man herausfinden, was genau diese lesen will. Sind es eher aktuelle News oder doch How-to-Anleitungen aus der Welt des Online-Marketings? Und dann sollte man gut verständlich und trotzdem fachlich schreiben. Nicht immer müssen maximal viele Buzz-Words im Text enthalten sein. Für Anleitungen sind außerdem aussagekräftige Screenshots extrem wichtig.

Markus Hövener
Geschäftsführender Gesellschafter, Head of SEO bloofusion.de
Würden Sie sich bitte einmal kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben bei dem Blog als Redakteur?

Mein Name ist Markus Hövener und ich bin Head of SEO bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion Blog schreibe ich vor allem über SEO-Themen. Da ich zudem Chef der Agentur bin, bin ich insgesamt dafür zuständig, dass das Blog (blog.bloofusion.de) gut läuft.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?


Wir schreiben über Online-Marketing-Themen, vor allem über SEO und SEA. In der Agentur haben wir ca. 15 Mitarbeiter, die für das Blog schreiben, sodass fast werktäglich ein Beitrag live geht.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Die konkreten Zahlen kann ich leider nicht veröffentlichen. Wir messen intern die Zeiten, die für die Erstellung eines Blog-Beitrags aufgewendet werden. Da muss man aber sagen, dass das sehr unterschiedlich ist – je nach Mitarbeiter und Thema.

Besonders stolz sind wir auf die Reputation, die wir mit dem Blog erreicht haben. Das finde ich vor allem wichtig, weil wir unseren Kunden ja auch Content-Marketing ans Herz legen. Da wäre es schon seltsam, wenn wir das unseren Kunden raten, es selbst aber nicht machen würden. Und es ist einfach schön, wenn Neukunden uns über das Blog finden und wir klar Content-Kompetenz vorweisen können – ohne, dass wir das noch lange unter Beweis stellen müssen.

Wie ist Ihr Blogteam strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Wie schon gesagt: Wir haben ca. 15 Mitarbeiter, die für das Blog schreiben. Grundsätzlich dürfte jeder Mitarbeiter bei uns für das Blog schreiben, aber nicht jedem liegt diese Arbeit unbedingt. Zudem gibt es auch eine Blog-Koordinatorin, die z. B. dafür sorgt, dass in jeder Woche mindestens ein Beitrag zum Thema SEA veröffentlicht wird.

Von der Koordinatorin abgesehen gibt es keine Hierarchie, d. h. dass jeder Mitarbeiter über jedes Thema schreiben kann – insofern es denn für uns auch geschäftsrelevant ist. Da sind wir insgesamt aber sehr großzügig.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Natürlich haben wir klassische KPI wie Seitenabrufe, aber diese halte ich in unserem Fall für eher zweitrangig. Wichtig ist vor allem das Blog zur Neukundengewinnung – und die ist faktisch kaum zu messen, weil nicht jeder, der einen Beitrag liest, sofort zu einem Kunden wird. Die meisten Neukunden haben eine lange Historie als Leser, bevor sie dann zu Kunden werden.

Außerdem haben wir neben dem Blog noch verschiedene andere Kanäle (z. B. unsere Blouson-Webinare oder unser Magazin suchradar). Auch hier sehen wir, dass Nutzer viele Touchpoints mit uns haben, bevor sie zum Kunden werden.

Erfolgskriterien sind für uns also sehr schwer – zumindest dann, wenn man wirklich den finalen Erfolg messen will.

Es gibt übrigens bei uns eine quartalsweise Preisverleihung für die drei PI-stärksten Beiträge. Dabei geht es gar nicht primär um den Preis (meistens eine Flasche mit Alkohol), sondern um die Anerkennung.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Überwiegend nutzen wir unser eigenes Netzwerk für die Distribution. Da haben wir uns über die letzten Jahre eine starke Gemeinde aufgebaut. Bisweilen nutzen wir auch Ads über Facebook oder Twitter, aber im Kern stehen wir eher auf „Earned Media".

Und man darf ja auch nicht vergessen: Sehr viele Besucher kommen über Google. Gerade bei zeitlosen Beiträgen ist das ein absolut starker Kanal.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Es gibt einen selbst verwalteten Redaktionsplan, d. h. dass jeder Mitarbeiter sich einen Slot zur Veröffentlichung aussuchen kann. Wir haben früher immer „adhoc" veröffentlicht: Wer einen Beitrag geschrieben hatte, hat den dann auch sofort veröffentlicht, was dann dazu führen konnte, dass an einem Beitrag drei Beiträge live gingen und im Rest der Woche Flaute war. Dabei hilft der Redaktionsplan natürlich extrem.

Die meisten Themen sind eher aktueller Natur. Es gibt viele Änderungen in der SEO-/SEA-Branche, auf die wir dann mit einem Beitrag reagieren.

Parallel haben wir aber auch viele Themen, die zeitlos sind oder die nicht auf einer Neuigkeit beruhen (z. B. unser SEO-FAQ). Solche Themen stammen z. B. aus eigenen Workshops oder Seminaren, bei denen Fragen auftauchen, die dann später als Blog-Beitrag veröffentlicht werden. Aber auch Keyword-Datenbanken und Content-Performance-Dienste liefern wertvolle Impulse für Themen.

Vermeiden würde ich immer: einfach drauflos schreiben. Ich sehe das bei vielen Unternehmen, die einfach nur ein Blog auffüllen, aber zu wenig über den optimalen Themenmix nachdenken.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Wir haben keine externen Autoren – vor allem, weil es ja das Bloofusion Blog ist und wir dort die Sichtweise der Agentur darstellen wollen. Da würden Externe nicht passen.

Welche Marketingstrategien waren bei Ihrem Blog besonders erfolgreich? Welche Themen oder Artikel laufen besonders gut, sowohl vom Zugriff als auch von den Kommentaren her? Erzählen Sie bitte von Ihren Erfolgsgeschichten.

Es gab gerade in der Vergangenheit einige Beiträge, die von wichtigen Branchenpublikationen übernommen wurden. So haben wir mal die Google-Richtlinien aufbereitet, als es ein Update gab. Die Richtlinien waren sehr umfangreich und es war mir klar, dass kaum jemand diese komplett lesen würde. Also haben wir – damals als erste – die ganzen Änderungen zusammengestellt, sodass man als Leser mit minimalem Aufwand alles erfahren konnte. Das haben dann einige Magazine aufgegriffen und den Beitrag echt gut gepusht.

Ranglisten haben auch immer gut funktioniert. So haben wir eine Rangliste kostenloser PR-Portale veröffentlicht, die – obwohl längst nicht mehr relevant – immer noch viele Kommentare erzeugt.

Bei uns laufen aber oft die SEA-Neuigkeiten sehr gut. Das sind zum Teil sehr komplexe Sachverhalten, die unser Team verständlich runterbricht und über die wir oft auch zuerst berichten. Die laufen extrem gut, weil da einfach die Nachfrage besteht.

Auf welche Herausforderungen stoßen Sie beim Bloggen?

Das Kernproblem ist doch: Zeit. Jeder Mitarbeiter, der etwas schreiben soll, hat auch genug andere Aufgaben auf dem Zettel. Wenn man also darauf warten würde, dass jemand mal Zeit hätte, würde wahrscheinlich recht wenig passieren. Also haben wir z. B. mit einigen Mitarbeitern im Rahmen der Halbjahresziele Vereinbarungen getroffen, welche und wie viele Beiträge veröffentlicht werden sollen.

Haben Sie Tipps oder Hinweise für angehende Blogger im Online-Marketing-Bereich?

Wenn es um Einzelpersonen geht, würde ich auf jeden Fall empfehlen, eine klare thematische Nische zu besetzen. Ein Ich-erzähl-irgendwas-über-irgendwelche-Themen-Blog wird kaum noch funktionieren. Das Blog muss ja auch in eine Gesamtpositionierung passen – und auch dort halte ich eine klare Nische für sehr wichtig.

Ansonsten wäre mein primärer Tipp: Durchhaltevermögen. Es reißt einem heute niemand mehr Content aus der Hand. Es gibt einfach zu viel davon.

Sebastian Prohaska
Inhaber der SEO & Web Agentur ithelps.at
Würden Sie sich bitte kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben als Redakteur des Blogs?

Ich bin Inhaber der Firma ithelps und betreue seit Jahren unseren eigenen Blog auf ithelps.at. Am Anfang habe ich bei diesem Blog alles selbst gemacht. Ich habe mir Themen gesucht, recherchiert, geschrieben, Korrektur gelesen, online gestellt und den Artikel promotet. Heute macht den Großteil dieser Tätigkeiten mein internes Marketing-Team.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?

Auf unserem Blog ithelps.at/blog schreiben wir über Trends und Entwicklungen bei den Themen Webseiten, Blogging, Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Wir helfen unseren Lesern dabei, mehr aus ihrer Website zu machen. Mehr Besucher und mehr Kunden zu generieren.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Unseren Blog gibt es bereits seit 2015. Heute haben wir 50.000 Besucher pro Monat, die aufgrund intensiver Suchmaschinenoptimierung unserer Blogartikel zu 90 % automatisch über Google kommen. Unsere Website generiert uns 1-3 Kundenanfragen pro Tag.

Des Weiteren macht es mich stolz, dass von den letzten 50 Blogartikeln 43 auf Seite 1 in Google gelandet sind. 32 davon sind auf den Positionen 1-5 platziert.

Wie ist Ihr Blog-Team strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Unser internes Marketing-Team besteht aus 4 Personen. Gemeinsam investieren wir etwa 20 Stunden pro Woche in unsere Website. Primär sind folgende Dinge zu erledigen:

  • Strategische Blogthemen finden,
  • Artikelthema umfassend recherchieren,
  • Artikel schreiben,
  • Artikel korrigieren,
  • Artikel auf der Website online stellen,
  • Den Artikel in Social Media, Newsletter und in weiteren Marketing-Kanälen verteilen.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Als SEO-Agentur sehen wir uns primär das erreichte Ranking in der Google-Suchmaschine an. Die zweite Kennzahl ist die Anzahl der Besucher. Die dritte Kennzahl ist die Anzahl und Qualität der Anfragen. Wir finden, dass dies die wichtigen Kriterien für eine Unternehmens-Website sind.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Primär Google. Ein Blog der in Google keinen Traffic generiert, tut sich schwer. Wir seeden hauptsächlich über Social-Media-Kanäle (Facebook, Facebook Gruppe, LinkedIn, Twitter & Co) und den eigenen Newsletter. Außerdem schreiben wir jene Webseitenbetreiber an, die wir in unseren Artikeln erwähnen oder verlinken. Das bringt uns den einen oder anderen Backlink und zusätzliche Besucher auf unserem Blog.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Themen, die in Google kein Suchvolumen haben, schreiben wir nicht. Wir führen viele Umfragen durch bzw. fragen wir auf unseren Social-Media-Kanälen, welche Fragen und Themen unsere Kunden und Leser beschäftigen. Dadurch sind wir sehr nah an unserer Community. Wir vermeiden Themen, die einen News-Charakter haben. Ein Blogartikel-Thema, das in 3 Monaten seine Aktualität verliert, nehmen wir nicht auf („Das neue iPhone x ist da").

Wir verwenden primär das Tool kwfinder.com, um zu prüfen, ob Begriffe und Themen von den Google-Usern in ausreichendem Ausmaß gesucht werden – also ein Suchvolumen haben, für das es sich zu schreiben lohnt. Dadurch steigt unser Traffic von Artikel zu Artikel.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Wir schreiben unsere Blogartikel zu 95 % selbst. Fremdautoren lassen wir kaum mehr zu. Unsere Anforderung an die Qualität und Länge eines Blogartikels ist so hoch, dass kaum ein Autor dies investieren möchte. Die reine Erstellung eines gut recherchierten und für Suchmaschinen und Leser optimierten Blogartikels dauert etwa 12 Arbeitsstunden.

Gastautoren können gut funktionieren, wenn es langfristige Kooperationen sind.

Welche Marketingstrategien waren bei Ihrem Blog besonders erfolgreich? Welche Themen oder Artikel laufen besonders gut, sowohl vom Zugriff als auch von den Kommentaren her? Erzählen Sie bitte von Ihren Erfolgsgeschichten.

Die beste Strategie am Anfang ist es, so viele Gastbeiträge wie möglich auf anderen Plattformen zu schreiben. Das kann vor allem am Anfang eine Herausforderung sein. Man muss dann nämlich für sich selbst und für andere Blogs Texte vorbereiten.

Weiteres haben wir den Kontakt zu anderen erfolgreichen Bloggern gesucht.

Wir haben deren Newsletter abonniert und uns angeschaut, was und wie diese ihre Artikel schreiben, aufbereiten oder promoten. Hat uns ein Blogartikel besonders gut gefallen, haben wir diesen Bloggern eine E-Mail geschrieben und ihnen das auch gesagt. Jeder Mensch freut sich über solche Nachrichten, und so sind über die Jahre lukrative und enge Beziehungen entstanden.

Kurze Antwort auf Ihre Frage: Wir haben immer versucht, von den Besten zu lernen.

Auf welche Herausforderungen stoßen Sie beim Bloggen?

Gute Themen mit hoher Nachfrage und geringer Konkurrenz zu finden. Und sich die Zeit einzuplanen, diese qualitativ hochwertig aufzubereiten. Jeder von uns ist im Arbeitsalltag stark ausgelastet oder hat einmal keine Lust, einen Blogartikel zu schreiben. Vor allem am Anfang, wenn sich auf der Website noch nicht viel tut, kostet es viel Überwindung, Disziplin und Durchhaltevermögen. Viele Blogger und Blogs, die heute erfolgreich sind, haben viele erfolglose Jahre hinter sich. Wir haben vor Kurzem einen sehr erfolgreichen YouTuber analysiert. Dieser hat in 7 Jahren durchschnittlich 1,5 Videos pro Tag produziert und auf seinen YouTube-Kanal hochgeladen. Das sind unglaubliche 3832 Videos. Das zeigt eindrucksvoll: Der Erfolg kommt nur, wenn man viel Energie und Liebe investiert und Geduld hat.

Haben Sie Tipps oder Hinweise für angehende Blogger im Online-Marketing-Bereich?

23 Tipps haben wir in einem Blogartikel hier zusammengefasst. ithelps.at/blog/99-online-marketing/35.... Hier aber die 4 wichtigsten:

  • Schreiben Sie Gastartikel auf anderen Blogs.
  • Schreiben Sie lange Beiträge (800 – 8.000 Wörter pro Artikel).
  • Sammeln Sie von Anfang an die E-Mail-Adressen Ihrer Blogleser. Dies funktioniert sehr gut, wenn dafür im Gegenzug etwas mit Mehrwert angeboten wird (PDF, E-Mail Kurs, usw.).
Vorsicht: Es muss exakt kommuniziert werden, dass es sich um die Anmeldung zu einem Newsletter handelt. Die Begriffe „gratis" oder „kostenlos" sollten vermieden werden, da man sonst Gefahr läuft, gegen das Koppelungsverbot zu verstoßen.

  • Beschäftigen Sie sich mit SEO und versuchen Sie Ihre Blogartikel in Google auf Seite 1 zu bringen.

Laura Rademacher
Marketing & PR reachgroup.com
Würden Sie sich bitte einmal kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben bei dem Blog als Redakteur?

Mein Name ist Laura Rademacher, ich bin bei The Reach Group verantwortlich fürs Marketing & PR. Dazu gehört auch die Betreuung unseres Blogs, d.h. dass ich den entsprechenden Redaktionsplan schreibe, Themen vergebe, die Artikel redigiere und gelegentlich auch selbst Artikel schreibe.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?

Im Wesentlichen hat unser Blog zwei Standbeine. Als Online-Marketing Firma beschäftigen wir uns auf unserem Blog einerseits mit allen möglichen Branchenthemen. Alles was mit Werbung im Internet zu tun hat, seien es Display-, Affiliate- oder Search-Themen. Außerdem wollen wir uns als Firma präsentieren. Wir stellen deswegen u.a. einmal im Monat einen Mitarbeiter vor.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Das Blog existiert seit der Gründung unserer Firma im Sommer 2015. Momentan erreichen wir damit rund 2.500 Nutzer im Monat. Besonders freuen wir uns über direktes Feedback unserer Leser, etwa wenn bei Anfragen direkt auf einzelne Artikel verwiesen wird, über die wir gefunden worden sind.

Wie ist Ihr Blogteam strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Das Kernteam besteht aus drei Personen, einer Redakteurin, einem SEO-Spezialisten und einem Grafiker. Die Inhalte für einzelnen Beiträge werden von Kollegen aus den einzelnen Abteilungen geliefert.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Als harte KPIs betrachten wir vor allem die Besucherzahl und relevante Rankings. Das übergeordnete Ziel ist es aber, über die Inhalte mit unserer Zielgruppe zu kommunizieren. Deshalb registrieren wir auch sehr genau, was für Feedback die einzelnen Beiträge erhalten.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Wir nutzen vor allem die gängigen Social Media Plattformen, um unseren Content zu teilen.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Ich erstelle den Redaktionsplan, in der Regel für die nächsten 2-3 Monate im Voraus. Das gibt genug Zeit für die qualitative Erstellung des Contents und eventuelle Korrekturschleifen. Dabei achte ich darauf, dass die Themen aktuell und von allgemeinem Interesse sind. Vor Kurzem haben wir beispielsweise einen Blogbeitrag zum Thema Künstliche Intelligenz (reachgroup.com/kuenstliche-intelligenz-im-online-marketing) veröffentlicht, ein Thema das in der Branche momentan stark diskutiert wird. Das wäre auch mein genereller Tipp: Relevanz! Fundierte Beiträge die von aktuellem Interesse sind funktionieren immer noch am Besten.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Die Contenterstellung läuft bei uns ausschließlich firmenintern. Der Input wird von Kollegen aus den unterschiedlichen Abteilungen geliefert. Aber sowohl dabei, als auch in der Zusammenarbeit mit Externen, würde ich immer empfehlen rechtzeitig zu planen. Guter Content braucht Zeit. Außerdem würde ich raten immer 1-2 fertige Artikel auf Halde zu haben, welche ausgespielt werden können, wenn ein Thema einmal nicht rechtzeitig fertig wird.

Vladislav Melnik
Co-Founder & CEO Chimpify
Würden Sie sich bitte einmal kurz vorstellen? Was sind Ihre Aufgaben bei dem Blog als Redakteur?

Gerne! Ich bin Vladislav Melnik, Co-Founder & CEO von Chimpify, der ersten All-in-One Inbound-Marketing-Plattform für kleine Unternehmen. Natürlich gewinnen wir unsere Kunden auch mithilfe von Inbound Marketing. Also betreibe ich, ganz vorbildlich, unseren Blog.

Erzählen Sie bitte von Ihrem Blog. Worum geht es bei Ihrem Blog?

Wie bereits erwähnt, geht's bei uns um Inbound Marketing. Dazu zählen dann so Themen wie Content Marketing, SEO, Social-Media-Marketing, Calls-to-Action, Landing Pages und Analytics. Immer mit dem Fokus, dein Unternehmen weiter wachsen zu lassen. Was mir bei der ContentErstellung besonders wichtig ist, ist die Symbiose aus Nützlichkeit und Entertainment. Erst durch beide Punkte wird Content richtig gut.

Wie lange beschäftigen Sie sich damit und welche Ergebnisse haben Sie erzielt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich blogge seit 2012 und habe damals einfach mal angefangen. Ich bin da thematisch ziemlich breit reingegangen und habe alles durchleuchtet. Außerdem hatte ich auch keine klare Zielgruppe. Das hat sich im Laufe der Zeit natürlich alles geändert. Ich habe halt mit einem Blog angefangen und erst später hat sich daraus das Unternehmen entwickelt. Das ist generell ein guter Tipp für Startups: Starte erst mit einem Blog und entwickele dann die Idee bzw. das Geschäftsmodell. Mittlerweile hat unser Inbound Marketing Blog über 15.000 Abonnenten. Genau darauf bin ich auch besonders stolz - auf das Publikum. Darum geht's doch beim Bloggen.

Wie ist Ihr Blogteam strukturiert? Wie viele Personen sind an der Arbeit beteiligt und welche Aufgaben erfüllen sie?

Im Moment bin ich alleine an der Front. In Zukunft möchte ich auch gerne wieder mit dem Podcasten starten. Dann ist Gordon Schönwälder auch wieder dabei. Ansonsten sind einige Gastautoren bei uns unterwegs.

Wie sehen Ihre Top-Kennzahlen, KPI oder Erfolgskriterien des Blogs aus und warum haben Sie sie ausgewählt?

Es gibt viele Kennzahlen, die man sich anschauen kann. Wir fokussieren uns hauptsächlich auf diese drei: - **Besucher** - Sagt etwas über die allgemeine Reichweite des Blogs aus. - **Share Rate** - Sagt aus, wie viel der Besucher die Inhalte teilen. Ist ein Indiz für Qualität. - **Conversion** - Sagt aus, wie viele Besucher zu Abonnenten werden. Es sind einfach die drei wichtigsten Kennzahlen, wenn man es mit der Inbound-Marketing-Brille betrachtet.

Welche Methode der Content-Distribution verwenden Sie? Welche Plattformen benutzen Sie für das Content-Seeding?

Am meisten Impact hat das E-Mail-Marketing. Darüber kommt am meisten Bewegung zustande. Außerdem sind die vielen Hände, die unseren Inhalt fleißig teilen, besonders wichtig. Ansonsten machen wir, wie alle anderen auch, natürlich Social Media. Strategisch sind hier noch Gastbeiträge zu nennen. Davon möchten ich in Zukunft auch wieder mehr machen.

Wer erstellt den Redaktionsplan für Ihren Blog? Verraten Sie uns, welche Methoden zur Erstellung des Content-Plans Sie verwenden? Welche Tipps aus der Praxis können Sie geben? Oder was sollte man bei der Erstellung des Redaktionsplans unbedingt vermeiden?

Den Redaktionsplan mache ich. Dafür benutzen wir Trello, ist einfach am einfachsten und flexibelsten dafür. Aktuell schreibe ich ein Buch über Inbound Marketing und richte mich dementsprechend beim Redaktionsplan danach (damit ich die jeweiligen Inhalte für das Buch auch ordentlich durchdenke). Das ist hier auch ein guter Tipp: Überlege dir, wie ein Buch zu deinem Thema aussehen könnte. Erstelle ein Inhaltsverzeichnis und benutze das einfach als Richtung für deinen Redaktionsplan. Der Vorteil daran ist auch, dass die Beiträge aufeinander aufbauen. Das ist nochmal zusätzlicher Mehrwert für dein Publikum.

Arbeiten Sie mit festen Stammautoren, Gastautoren oder Freelancern? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Wir hatten feste Stammautoren im Einsatz. Das lief super gut. Es sind eben komplett andere Stimmen, die wiederum mit komplett anderen Menschen der Zielgruppe räsonieren. Wie gesagt, Gastautoren sind bei uns auch immer herzlich Willkommen und werden vom Publikum gut angenommen.

Welche Marketingstrategien waren bei Ihrem Blog besonders erfolgreich? Welche Themen oder Artikel laufen besonders gut, sowohl vom Zugriff als auch von den Kommentaren her? Erzählen Sie bitte von Ihren Erfolgsgeschichten.

Die beste „Strategie" war schlicht und einfach die Regelmäßigkeit. Man denkt oft, es gibt irgendein Geheimnis. Aber das wahre Geheimnis ist, es regelmäßig zu tun. Tag ein, Tag aus. So wächst man langsam, aber stetig. Und Stetig ist genau das, worum es geht. Ansonsten war der Fokus auf virale Inhalte sicherlich auch noch mal ein ordentlicher Treiber. Sprich: Verlockende Überschriften, die gerne etwas kontrovers sind. Guter, langer detaillierter Inhalt, wo viele andere Influencer vorkommen. Viralität kann man nicht erzwingen, aber an ein paar Stellschrauben kann man drehen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Auf welche Herausforderungen stoßen Sie beim Bloggen?

Die Regelmäßigkeit. Du kannst die Früchte beim Bloggen erst ernten, wenn du wirklich regelmäßig bloggst. Aber gerade das ist auch die größte Herausforderung - kontinuierlich hochwertige Inhalte rauszuhauen. Wenn man nebenbei das Tagesgeschäft zum Laufen halten muss, ist das zeitlich und kreativ gar nicht so einfach. Aber auf jeden Fall machbar!

Haben Sie Tipps oder Hinweise für angehende Blogger im Online-Marketing-Bereich?

Einfach machen. Das klingt zu simpel. Aber das ist wirklich die beste „Strategie". Wie gesagt, ich habe auch einfach mal angefangen, habe gelernt und immer wieder verbessert. Das ist der beste Weg. Auch wenn er nicht immer ganz so einfach ist! ;)
Wie bedanken uns bei allen Teilnehmern für die interessanten Infos und Tipps!

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